2015 Kanutour

Dieses Jahr ging die Kanutour der TVM Jugend (13-18 Jahre) das erste Mal an den Neckar. Wir reisten am Freitag bei sonnigem Wetter an und da Zeltaufbauen bekanntlich hungrig macht, kamen die frisch gebrutzelten Hamburger gerade recht. Den Abend ließen wir am Lagerfeuer ausklingen.
Leider begann der Morgen mit Regen. Regen beim Frühstück und Regen auf der Busfahrt zum Einstieg der 18km langen Kanutour. Aber ein paar ganz hartgesottene glaubten ganz fest -mit Regenjacke und Sonnencreme bewaffnet- an den Sonnengott. Und sie sollten Recht behalten. Kaum wurde das erste Kanu zu Wasser gelassen, schlossen sich die Schleusen des Himmels. Nach nur wenigen Paddelschlägen klarte es auf, die Sonne zeigte sich und trocknete die Regenjacken.
Es dauerte aber nicht lange und die ersten waren wieder nass….
Während der Mittagspause konnte jeder seine Sachen in der Sonne trocknen und neue Kräfte für die restlichen 12km sammeln. Neu war diesmal auch, dass auf dem Neckar Binnenschiffe mit uns unterwegs waren und wir die großen Schleusen nutzen durften.
Bei km 16 aber ein Problem: Wir befanden uns grade in der zweiten Schleuse, als hinter uns der Himmel gefährlich schwarz wurde. Nur 2km noch, aber das Gewitter kam so schnell, dass wir direkt an Land gepaddelt, ausgestiegen, Boote fest vertaut und zurück zu der Schleuse gelaufen sind (wieder nass…). An dieser Stelle ein großes Dankeschön an den Schleusenwärter, der uns extra einen Raum aufschloss in dem wir das Gewitter vorüberziehen ließen. Nebenbei entstand so ein besonders schönes Gruppenselfie :) Nach dem Gewitter konnten wir die letzten 2km zum Campingplatz wieder bei strahlendem Sonnenschein weiterpaddeln. Zum Glück, denn leider hielt das ein oder andere Zelt dem Gewitter nicht stand und so wurden Klamotten, Taschen, Schlafsäcke, Isomatten, Feldbetten wieder getrocknet. Als wäre nichts gewesen strahlte sie uns kräftig entgegen.
Am Sonntag wanderten wir zur Margarethenschlucht. In der etwa 300 Meter langen Schlucht verliert der Flursbach insgesamt 110 Meter an Höhe, über acht Wasserfallstufen, deren größte 10 Meter abfällt. Dieser Wasserfall ist der höchste Wasserfall im Odenwald. Und in dieser Schlucht kletterten wir entlang, mal hoch, mal runter. Leider war der Rückweg zum Campingplatz gesperrt, weshalb wir einen kleinen Umweg nehmen mussten. Tja und so war wieder alles im Gleichgewicht, Muskelkater in den Armen vom Paddeln und in den Beinen vom Wandern….